Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm der Start in die Turniersaison 2026. Für viele Reiter im Hamburger Norden, im Kreis Stormarn und Segeberg bedeutet dies nun die finale Vorbereitung: Das Training wird intensiver, der Hänger wird gecheckt und die Nennungen bei NeOn rücken näher.

Damit Sie und Ihr Pferd nicht nur sportlich glänzen, sondern auch alle formalen und gesundheitlichen Hürden nehmen, habe ich Ihnen die wichtigsten Neuerungen für dieses Jahr zusammengefasst. Besonders die Anpassungen der Ausrüstungsregeln durch die FN und das aktuelle Impfschema stehen 2026 im Fokus.

Neue Ausrüstungsregeln der FN 2026

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat zum 1. Januar 2026 einige Details im Aufgabenheft und der LPO angepasst, um den Tierschutz noch stärker zu gewichten.

  • Gebisskontrollen: Die Kontrollen im Hinblick auf korrekte Verschnallung (Stichwort: Zwei-Finger-Regel) werden weiter verschärft. Achten Sie darauf, dass der Nasenriemen keinesfalls zu eng sitzt.

  • Zulässige Ausrüstung: Es gibt Präzisierungen bei den erlaubten Beinschutz-Modellen und den Spezifikationen für Gebisse. Als Teil der Tierärztlichen Fachgruppe Zahnheilkunde (TFZP) empfehle ich Ihnen dringend, das Maul Ihres Pferdes vor der Saison kontrollieren zu lassen, um sicherzustellen, dass Gebiss und Anatomie perfekt harmonieren.

  • Sporen: Rädchensporen mit Zacken sind verboten. Sporen (inkl. Dorn) dürfen maximal 40 mm lang sein, gemessen ab dem Stiefel. Diese Regelung gilt nun einheitlich für Springen und Dressur.

Welche Impfungen benötigen Sie für das Turnier?

Um an Turnieren teilnehmen zu dürfen, ist die Einhaltung der LPO-Impfrichtlinien zwingend erforderlich. Ein unvollständiger Impfschutz führt zum Ausschluss von der Prüfung.

  • Influenza (Pferdegrippe): * Nach der Grundimmunisierung ist eine Auffrischung alle 6 Monate (plus/minus 21 Tage) vorgeschrieben.
  • Herpes (EHV-1 und -4): * Wichtiger Hinweis: Seit April 2024 ist die Impfung gegen das Equine Herpesvirus für Turnierpferde  nicht mehr verpflichtend! Eine Impfung wird jedoch, gerade für Tunierpferde trotzdem empfohlen.
  • Wartezeiten: Denken Sie daran, dass nach einer Impfung eine Sperrfrist von 7 Tagen gilt, in denen das Pferd nicht auf Turnieren starten darf.

Welche Impfungen werden generell empfohlen?

Neben den Pflichtimpfungen für den Turniersport gibt es Impfungen, die ich als Tierärztin für jedes Pferd – egal ob Freizeitpartner oder Sportpferd – als existenziell betrachte:

  • Tetanus: Diese Impfung ist lebenswichtig. Pferde reagieren extrem empfindlich auf das Tetanus-Toxin, das bereits durch kleinste Wunden (z. B. einen Kronrandtritt) in den Körper gelangen kann.

  • West-Nil-Virus (WNV): Da sich das Virus auch in Norddeutschland weiter ausbreitet, empfehle ich die Impfung im Frühjahr vor Beginn der Mückensaison dringend, um neurologische Schäden zu verhindern.

FAQ: Alles Wissenswerte zur Turniersaison 2026

Der Turnierstart wirft oft viele Fragen auf – besonders wenn sich Regelwerke ändern. Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen, die mir derzeit in der Pferdepraxis Alstertal gestellt werden.

Welche Impfungen sind 2026 für Turnierpferde Pflicht?

Für die Teilnahme an Turnieren nach LPO müssen Pferde zwingend gegen Influenza geimpft sein. Die Impfung muss nach der korrekten Grundimmunisierung im Abstand von maximal 6 Monaten (plus/minus 21 Tage) aufgefrischt werden. Prüfen Sie Ihren Equidenpass rechtzeitig vor der ersten Nennung!

Gibt es eine Impfpflicht gegen das West-Nil-Virus?

Aktuell besteht für Turnierpferde keine Pflicht zur West-Nil-Virus-Impfung seitens der FN. Da sich das Virus jedoch auch in Regionen wie Hamburg, Stormarn und Segeberg ausbreitet, wird die Impfung tierärztlich dringend empfohlen, um schwere neurologische Verläufe zu verhindern.

Was hat sich bei den FN-Ausrüstungsregeln 2026 geändert?

Die FN hat 2026 den Fokus noch stärker auf das Tierwohl gelegt. Verschärft wurden vor allem die Kontrollen der Nasenriemen-Verschnallung (Zwei-Finger-Regel) sowie die Zulassungskriterien für bestimmte Gebisse und Beinschutz-Modelle. Unzulässige Ausrüstung kann nun schneller zur Disqualifikation führen. Sporen: Rädchensporen mit Zacken sind verboten. Sporen (inkl. Dorn) dürfen maximal 40 mm lang sein, gemessen ab dem Stiefel. Diese Regelung gilt nun einheitlich für Springen und Dressur.

Darf ich mein Pferd direkt nach der Impfung auf dem Turnier starten?

Nein! Nach jeder Impfung gilt eine gesetzliche Wartezeit von 7 Tagen. In dieser Zeit ist die Teilnahme an Turnieren untersagt. Diese Regelung dient dem Schutz des Pferdes, da der Organismus Zeit benötigt, um die Immunantwort aufzubauen.

Wie erkenne ich, ob mein Pferd fit für die Saison ist?

Ein gesundes Pferd zeigt Leistungsbereitschaft und eine lockere Muskulatur. Als Spezialistin für Chiropraktik rate ich dazu, auf Anzeichen wie Taktfehler, Verwerfen im Genick oder Schwierigkeiten beim Angaloppieren zu achten. Oft sind Blockaden die Ursache, die vor der Saison gelöst werden sollten.

Warum ist eine Zahnkontrolle vor der Turniersaison sinnvoll?

In der Tierärztlichen Fachgruppe Zahnheilkunde (TFZP) sehen wir oft, dass kleinste Kanten oder Haken im Pferdemaul durch die verstärkte Anlehnung im Turniersport zu Schmerzen führen. Eine professionelle Zahnkontrolle stellt sicher, dass Ihr Pferd das Gebiss vertrauensvoll annimmt und die Hilfen präzise umsetzen kann.

Mein Tipp für Ihre Saisonplanung

Ein erfolgreicher Start beginnt mit einem gesunden Pferd. Als Spezialistin für Chiropraktik (IVCA) empfehle ich ein Check-up vor dem ersten Turnier. Blockaden im Becken oder in der Wirbelsäule können die Durchlässigkeit in den Lektionen erheblich beeinträchtigen.

Kontaktieren Sie mich für einen Termin in der Pferdepraxis Alstertal – gemeinsam sorgen wir für einen erfolgreichen und regelkonformen Start in die Saison 2026!

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