Herzlich willkommen im Online-Magazin der Pferdepraxis Alstertal. Als erfahrene Tierärztin für Pferde weiß ich: Kaum ein Thema bereitet Pferdebesitzern im Hamburger Norden und in den Kreisen Stormarn und Segeberg in der nasskalten Jahreszeit so viel Kopfzerbrechen wie die Mauke.

Was ist Mauke?

Unter dem Begriff Mauke beim Pferd (auch Fesselekzem genannt) versteht man eine Entzündung der Haut in der Fesselbeuge. Besonders häufig sind Rassen mit starkem Kötenbehang wie Tinker, Friesen oder Shire Horses betroffen, da sich unter dem dichten Haar Feuchtigkeit und Schmutz hartnäckig halten. Doch was ist Mauke genau? Es handelt sich um eine bakterielle Hautentzündung, bei der die natürliche Schutzbarriere der Haut gestört ist, was zu Rötungen, Krustenbildung und Schwellungen führt.

Ursachen für Mauke: Warum trifft es mein Pferd?

Die Ursachen für Mauke sind vielfältig. Oft ist es ein Zusammenspiel aus äußeren Faktoren und innerer Disposition:

    • Feuchtigkeit und Hygiene: Matschige Paddocks und feuchte Einstreu weichen die Haut auf.

    • Stoffwechsel und Ernährung: Was fehlt dem Pferd bei Mauke? Häufig liegt ein Mangel an Zink oder an anderen Spurenelementen vor. Auch ein Überschuss an Protein oder Zucker im Futter kann den Hautstoffwechsel belasten.

    • Immunsystem: Stress, der Fellwechsel oder Grunderkrankungen wie ECS (Cushing) schwächen die Abwehr.

    • Pflegefehler: Sowohl mangelnde als auch übertriebene Hygiene (zu scharfe Reinigungsmittel) schaden der Hautflora.

Behandlung von Mauke: So helfen Sie Ihrem Tier

Viele Besitzer fragen mich: Was hilft bei Mauke? Eine strukturierte Therapie ist das A und O:

    • Hygiene: Bei starkem Behang sollten die Haare an den betroffenen Stellen gekürzt werden.
    • Mauke Krusten aufweichen: Dies ist der wichtigste Schritt! Krusten sind wie eine „Brutkammer“ für Bakterien. Weichen Sie diese mit milder, pH-neutraler Seife oder speziellen Lösungen ein und entfernen Sie sie vorsichtig.
    • Desinfektion und Pflege: Nach dem Trocknen (tupfen, nicht reiben!) helfen medizinische Salben mit Zinkoxid, Lebertran oder in schweren Fällen Kortison.
    • Haltung optimieren: Das Pferd muss trocken stehen.

Ist Mauke heilbar? Ja, absolut. Aber: Wie lange dauert es, bis Mauke weg ist? Je nach Schweregrad und Konsequenz der Behandlung kann es zwei bis sechs Wochen dauern, bis die Haut vollständig regeneriert ist.

Haben Pferde bei Mauke Schmerzen?

Ja, die Entzündung ist oft sehr druckempfindlich und kann bei jedem Schritt spannen oder reißen.

Was passiert, wenn man Mauke nicht behandelt?

Es droht eine Phlegmone (Einschuss) – eine gefährliche Entzündung der Unterhaut, die mit Fieber und Lahmheit einhergeht.

Ist Mauke für andere Pferde ansteckend?

Nein, Mauke an sich ist nicht ansteckend. Allerdings können Milben, die oft ähnliche Symptome verursachen, übertragen werden. Zudem begünstigen oft dieselben Haltungsbedingungen bei mehreren Pferden den Ausbruch.

Kann ich mit Mauke reiten?

Solange keine Lahmheit vorliegt und die Haut nicht bei Bewegung aufreißt, ist leichte Bewegung auf trockenem Boden oft sogar förderlich für die Durchblutung.

Gibt es Mauke Hausmittel?

Häufig wird Sauerkraut oder Honig empfohlen. Während Honig antibakteriell wirkt, sollte man bei Hausmitteln vorsichtig sein, um die Reizung nicht zu verschlimmern. Eine fachgerechte Behandlung von Mauke ist meist sicherer.

Mauke vorbeugen: Tipps von Ihrer Tierärztin

Um Mauke vorzubeugen, sollten Sie auf eine saubere Box, trockene Ausläufe und eine bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung achten. Da Hautprobleme oft mit anderen Beschwerden wie Strahlfäule beim Pferd einhergehen, ist ein ganzheitlicher Blick auf die Gesundheit unerlässlich.

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