Der Übergang vom Winter zum Frühling ist für uns Reiter eine herbeigesehnte Zeit, doch für den Organismus Ihres Pferdes bedeutet der Fellwechsel vom Winter auf den Sommer eine physiologische Höchstleistung. Als Ihre Tierärztin in der Pferdepraxis Alstertal weiß ich: Der Stoffwechsel arbeitet in dieser Phase auf Hochtouren, was oft zu Müdigkeit oder Leistungsabfall führen kann.

Wann sind Pferde im Fellwechsel?

Viele Besitzer glauben, der Fellwechsel beim Pferd beginne erst mit den steigenden Temperaturen. Tatsächlich wird er jedoch primär durch die Tageslichtlänge gesteuert. Sobald die Tage nach der Wintersonnenwende länger werden, beginnt der Körper mit der hormonellen Umstellung. Meist bemerken wir die ersten losen Haare im Februar oder März.

Was hilft dem Pferd beim Fellwechsel?

Um Ihr Pferd im Fellwechsel zu unterstützen, ist ein ganzheitlicher Ansatz entscheidend. Der Körper benötigt nun vermehrt Energie und spezifische Baustoffe für die Bildung des neuen Haarkleids, das primär aus dem Protein Keratin besteht.

  • Putzroutine: Die richtige Bürste für den Fellwechsel beim Pferd (z.B. ein Federstriegel oder spezielle Shedding-Tools) fördert die Durchblutung der Haut und entfernt abgestorbene Haare schneller.

  • Haltung: Viel Licht und frische Luft unterstützen die hormonelle Steuerung.

Was brauchen Pferde beim Fellwechsel? Die Rolle der Fütterung

Oft reicht das normale Heu nicht aus, um den erhöhten Bedarf zu decken. Hier stellt sich die Frage: Welche Vitamine braucht ein Fellwechsel beim Pferd? Besonders wichtig sind B-Vitamine, Biotin sowie die Spurenelemente Zink, Kupfer und Selen. Bei Verdacht auf einen Zink- oder Selenmangel empfiehlt sich eine vorherige Blutuntersuchung.

Wenn Sie das Pferd im Fellwechsel mit Zusatzfutter unterstützen möchten, sollten Sie auf folgende Komponenten achten:

  • Welches Öl bei Fellwechsel Pferd? Hochwertige Öle mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren (z.B. Leinöl) helfen nicht nur für den Glanz, sondern unterstützen auch die Hautbarriere.

  • Welche Kräuter bei Fellwechsel Pferd? Mariendistel und Löwenzahn können die Leber – unser wichtigstes Entgiftungsorgan – entlasten. Brennnessel wirkt zudem stoffwechselanregend.

  • Mineralstoffe: Ein hochwertiges Mineralfutter ist die Basis, um Fellwechselprobleme beim Pferd wie Schuppenbildung oder Juckreiz zu vermeiden.

Das Immunsystem stärken: Pferd im Fellwechsel gesund halten

Da der Stoffwechsel so stark beansprucht wird, ist das Immunsystem in dieser Zeit oft angreifbar. Um das Immunsystem zu stärken beim Pferd im Fellwechsel, ist eine bedarfsgerechte Zinkzufuhr essenziell. Wenn Sie den Fellwechsel beim Pferd natürlich unterstützen wollen, achten Sie auf eine stressfreie Umgebung und vermeiden Sie in dieser Phase extreme körperliche Überanstrengung.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Fellwechsel beim Pferd

Wann beginnt der Fellwechsel Winter Sommer beim Pferd?

Der Prozess beginnt physiologisch bereits kurz nach der Wintersonnenwende (21. Dezember), sobald die Tage wieder länger werden. Sichtbar wird der Fellwechsel vom Pferd von Winter auf Sommer meist ab Februar oder März. Der gesamte Vorgang wird maßgeblich durch die Tageslichtlänge und Hormone gesteuert, weniger durch die tatsächliche Außentemperatur.

Welche Bürsten helfen am besten beim Fellwechsel?

Die Wahl der richtigen Bürste für den Fellwechsel beim Pferd ist entscheidend für den Komfort Ihres Tieres. Bewährt haben sich:

  • Federstriegel: Der Klassiker, um lose Haare großflächig zu lösen.

  • Shedding-Blades / Zackenstriegel: Ideal für kurzes oder bereits lockeres Fell.

  • Gummistriegel: Sie massieren die Haut sanft und regen die Durchblutung an, was das Ausfallen der alten Haare beschleunigt.

  • Putzsteine: Hervorragend geeignet, um festklebende Haare und Schmutzverkrustungen sanft zu entfernen.

Welche Bürsten helfen am besten beim Fellwechsel?

Die Wahl der richtigen Bürste für den Fellwechsel beim Pferd ist entscheidend für den Komfort Ihres Tieres. Bewährt haben sich:

  • Federstriegel: Der Klassiker, um lose Haare großflächig zu lösen.

  • Shedding-Blades / Zackenstriegel: Ideal für kurzes oder bereits lockeres Fell.

  • Gummistriegel: Sie massieren die Haut sanft und regen die Durchblutung an, was das Ausfallen der alten Haare beschleunigt.

  • Putzsteine: Hervorragend geeignet, um festklebende Haare und Schmutzverkrustungen sanft zu entfernen.

Welche natürlichen Ergänzungsmittel unterstützen den Fellwechsel?

Um den Fellwechsel beim Pferd natürlich zu unterstützen, empfehle ich eine Kombination aus Entlastung und Nährstoffzufuhr:

  • Leinsamen (gekocht oder geschrotet): Liefern wertvolle Schleimstoffe für den Darm und Omega-3-Fettsäuren.

  • Bierhefe: Ein natürlicher Lieferant für B-Vitamine und Enzyme, die das Immunsystem stärken.

  • Kräuterkuren: Mariendistel und Brennnessel unterstützen die Leber und Niere bei der Verarbeitung der Stoffwechselprodukte.

Wo kann ich Fellwechsel-Shampoos für Pferde online kaufen?

Spezielle Shampoos finden Sie bei namhaften Reitsport-Versandhändlern oder in spezialisierten Onlineshops für Pferdepflege. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Produkte rückfettend sind und den natürlichen pH-Wert der Pferdehaut nicht angreifen. Der pH-Wert des Menschen ist wesentlich sauerer als der von Pferde. Deshalb können „Menschen-Shampoos“ die Hautbarriere des Pferdes angreifen.

Ein wichtiger Hinweis meinerseits: Waschen Sie Ihr Pferd im frühen Frühjahr nur bei ausreichend warmen Temperaturen oder unter dem Solarium, um Erkältungen zu vermeiden.

Gibt es Empfehlungen für Winterdecken, die den Fellwechsel nicht stören?

Um den natürlichen Prozess nicht zu unterdrücken, sollten Sie auf atmungsaktive Decken achten. Ein zu frühes Eindecken mit schweren Thermodecken kann die Thermoregulation stören. Idealerweise nutzen Sie Decken mit einem glatten Innenfutter (z.B. Seide oder glattes Nylon), um Haarbruch und Scheuerstellen an der Schulter während des Fellwechsels zu vermeiden. Bei Temperaturen über 5 Grad Celsius reicht bei ungeschorenen Pferden ein 50-100 g völlig aus.

Was sind die besten Produkte für den Fellwechsel bei Pferden?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, da jedes Pferd individuelle Bedürfnisse hat. Als Basis empfehle ich jedoch:

  • Ein hochwertiges Fellwechsel-Zusatzfutter mit Zink, Biotin und Kupfer.

  • Ein kaltgepresstes Öl (z.B. Lein- oder Hanföl).

  • Ein effektives Shedding-Tool zur mechanischen Unterstützung.

Meine Experten-Tipps für einen reibungslosen Fellwechsel

Damit Ihr Pferd vital und mit glänzendem Fell in die neue Saison startet, empfehle ich Ihnen diese drei Säulen der Unterstützung:

  • Gezielte Nährstoffzufuhr: Der Bedarf an Spurenelementen wie Zink, Kupfer und Mangan steigt im Fellwechsel sprunghaft an. Ein hochwertiges Zusatzfutter für den Fellwechsel beim Pferd gleicht diesen Mehrbedarf aus, bevor es zu stumpfem Fell oder Infektanfälligkeit kommt. Ergänzen Sie die Ration täglich mit einem Schuss Leinöl, um die Hautelastizität zu fördern.

  • Stoffwechsel-Support: Unterstützen Sie die Entgiftungsorgane Leber und Niere durch eine kurweise Gabe von Mariendistel oder Brennnessel. Ein funktionierender Stoffwechsel ist die Grundvoraussetzung, um Fellwechselprobleme beim Pferd gar nicht erst entstehen zu lassen.

  • Mechanische Hilfe & Durchblutung: Nutzen Sie den Fellwechsel für eine tägliche Massage mit einem Gummistriegel oder einer speziellen Bürste für den Fellwechsel. Dies fördert die Hautdurchblutung und hilft dem Körper, das alte Haar schneller abzustoßen. Achten Sie dabei auch auf die Symmetrie der Muskulatur – als Chiropraktikerin weiß ich, dass Verspannungen die Hautsensibilität im Rückenbereich beeinflussen können.

Haben Sie Fragen zur optimalen Fütterung oder zeigt Ihr Pferd Schwierigkeiten beim Haaren?

Gerne besuche ich Sie und Ihr Pferd in meinem Einzugsgebiet im Hamburger Norden, im Kreis Stormarn (z.B. Ahrensburg, Ammersbek, Großhansdorf) sowie im Kreis Segeberg (Tangstedt, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Quickborn).

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in der Pferdepraxis Alstertal – ich freue mich darauf, Sie und Ihr Pferd kompetent zu begleiten!

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